Ein Virus. Fieber. Gliederschmerzen. Arzt. Geburtstagsfeier. Die letzten Tage. Freudentränen. Abschied. Kopfschmerzen. Umzug. Kopfschmerzen. Glück. Ball. Kopfschmerzen. Eingewöhnen. Kopfschmerzen. Nachdenken. Nachdenken. Nachdenken. Kopfschmerzen. Unglück. Glück. Kopfschmerzen.
Manchmal verfalle ich eine depressive Phase. Und muss mich verstecken für ein paar Tage. Dann scheint die Sonne. Und dann passiert irgendwas schönes. Dann gehts mir wieder gut. Diesmal ist das anders. Es passieren tolle Dinge. Viele! Und trotzdem geht es mir immer schlechter. Wien zeigt sich von seiner tollsten Seite, ich unterschrieb heute den Vertrag für einen guten Job, meine beste Freundin will mit mir zusammenziehen. Es geht mir schlecht. Und dieser Kopfschmerz. Am liebsten würde ich die vom Arzt verschriebenen Pillen alle auf einmal nehmen, damit es für immer aufhört. Der Kopfschmerz. Und alles andere. Ich habe das Gefühl, diese Welt einfach nicht mehr ertragen zu können. Und nicht, weil in Afrika Kinder verhungern, überall Krieg auf der Welt herrscht und Menschen von Grund auf böse und schlecht sind. Nein, einfach, weil ich nicht mehr kann und will. Ich kann diese Energie nicht mehr aufbringen und ich weiß nicht, wie man glücklich wird. Ich weiß es nicht. Gibt es eine Spritze dafür? Für das Glücklich Sein? Ich versuche rational zu denken. Schau, dein Leben ist doch nicht so schlecht. Ein Jahr vor dem Abschluss des Masters, gute Kontakte zu deinem Institut, eine Familie, die dich halbwegs unterstützt, gute Freunde, ein Dach über dem Kopf, nun einen neuen Job und einen Freund, der dich liebt. Was macht dich so unglücklich? Und warum? Kopfschmerzen.


